Und jährlich grüßt die Apocalypse

Mitternacht, 21. Dezember 2012 – Endlich!

Für einige waren Twitter und Facebook schon nicht mehr brauchbar, weil der von den Mayas angekündigte Weltuntergang Thema Nummer 1 war (nur HerrTutorial konnte es mal wieder nicht lassen). Glücklicherweise ist morgen um diese Zeit alles wieder vorbei und wir können uns wieder dem Weihnachtstrubel widmen.

Weltuntergänge haben ja gerade zu Jahreswechseln eine lange Tradition, ich selbst erinnere mich an das Gerücht um einen Computer-GAU, bei dem in der Nacht zum 1. Januar 2000 alle Computer weltweit abstürzen sollten. Geglaubt habe ich es damals und schon allein aus Trotz hatte ich nach der Böllerei den Familiencomputer mal kurz für fünf Minuten eingeschaltet.

Heute morgen wurde ich von der Inspiration für folgendes Video überrannt, da ja ab morgen schon wieder alles vorbei ist und ich außerdem beruflich sehr eingespannt bin, musste jenes Filmchen innerhalb eines Tages geskripted, gedreht und verarbeitet werden. Aus diesem Grunde ist es nicht so geworden wie ich wollte, aber nichts desto trotz wollte ich es wenigstens zu Ende bringen.

Die Idee zu diesem Video kam mir beim Lesen diverser Artikel über die Gleichstellung der Homo-Ehe und über die Toleranz von Muslimen in Deutschland – und nicht zuletzt beim Lesen der jeweiligen Kommentare, die sich fast durchgehend sehr rassistisch und konservativ gegenüber dieser Bevölkerungsgruppen äußerten. Ich musste mich unweigerlich fragen, wie diese Menschenbild im Jahre 2012 in Deutschland noch derart verbreitet sein kann. Müssten wir im 21. Jahrhundert und gerade im aufgeklärten Westen nicht viel weiter entwickelt sein?

Da wir es ja scheinbar nicht sind, kann die Antwort nur lauten: es ist nicht 2012 und somit kann die Welt nicht untergehen.

Im Nachhinein betrachtet bin ich mir nicht sicher, ob ich das im Video hinreichend zum Ausdruck gebracht habe (ihr wisst ja, für Kritik bin ich immer offen)

Gekickte Gleichberechtigung

Seit einer Woche findet nun die Frauenfußball-WM in Deutschland statt. Und sie erfreut sich doch einer regen Aufmerksamkeit. Die Spiele werden im TV übertragen und es wird auch rege darüber getwittert.

Spielte man vor 20 Jahren als Frau noch für ein Kaffeeservice, hat man 2007 festgestellt: Frauen können ja doch Fußballspielen. Nein, echt?!

Und weil wir ja jetzt in Deutschland wieder mal Gastgeber sind und weil der Deutsche an sich gerne Fußball guckt, sind wir jetzt auch emanzipiert. Und weil in den Medien gerade viel darüber berichtet wird, kann man gerade jetzt voller Stolz zeigen, wie gleichberechtigt der deutsche Mann doch ist.

Ja, Frauen dürfen alles machen was der Mann auch macht. Sogar keine Kinder kriegen, denn das ist nicht förderlich für die Karriere, die Figur und außerdem sind Kinder immer so laut und kosten Geld und lauter so kram.

Gleichzeitig muss sich der Mann von heute noch immer rechtfertigen, wenn er Ballett tanzt oder sich als Hausmann um die Kinder kümmert.

Ja der Deutsche ist emanzipiert.

Und wie witzlos der Deutsche an sich ist, zeigt sich in der häufig gestellten Frage nach dem Trikot-Tausch im Frauenfußball.