Und täglich grüßt der JumboJacob

Wieviele auf YouTube haben sich allein letztes Jahr an einem DailyVlog versucht und waren ganz stolz, dass sie es tatsächlich einen ganzen Monat durchgezogen haben? Oft genug hielt sich dann auch noch der Inhalt in Grenzen …

Ich kenne jemanden, der das nun 365 Tage am Stück durchgehalten hat. Es begann mit seiner Sucht nach Facebook-Spielen, von der er loskommen wollte und ab dem 1. März 2011 begrüßte er den Äther mit einem aufmunternden „Guten Morgen!“

Neben seinem alltäglichen Morgengruß, lässt er uns an seinen kleinen Gedanken teilhaben, die ihn an diesem Morgen beschäftigten. Sei es beruflich, privat oder aus dem aktuellen Tagesgeschehen.

Es sahen nicht viele zu, aber das störte ihn nicht. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass er sich jemals über den riesigen „Stress“ und den großen „Aufwand“ beklagte, geschweige denn über die niedrigen Klicks. Nein, er hat es 365 Tage lang durchgezogen und wenn es ihm tatsächlich einmal nicht möglich war, sich selbst vor die Kamera zu stellen, hat er für Ersatz gesorgt. Im schlimmsten Fall, kam das „Guten Morgen“ erst am später an.

Auch wenn es ab und zu schwer war, jedes seiner Videos zu verfolgen und wenn er auch nicht jeden Tag mit einem tollen Witz oder einer hochphilosophischen Erkenntnis aufwartete. Anders als diejenigen, die tausenden von Zuschauern lediglich leichte Unterhaltung präsentieren und wegen jedem YouTube-Bug, der sie um ein paar Klicks bringt Krise bekommen, hat Jacob tatsächlich etwas geleistet.

Oft sind es die kleinen versteckten Projekte, ohne DSLR und ohne Heimstudio und ohne Fernsehqualität, die YouTube zu etwas besonderen machen.

Eine Woche ohne Internet

Wir alle hier verbringen einen nicht geringen Teil unserer Freizeit online. Das ist nicht zwingend schlimm, aber ihr werdet auch wissen, dass das so seine Tücken hat. Und schon seit längerem ging mir auch schon die fixe Idee durch den Kopf, mein Internet für eine gewisse Zeit auszustöpseln und meine Entzugserscheinungen in einem VLog zu dokumentieren.

Aber wie immer, wenn man eine Idee hat und deren Umsetzung aufschiebt, stolpert man über jemanden, der es dann einfach mal umsetzt. Und diesen jemand möchte ich Euch hier auch empfehlen: VickyFreaky
Genau sieben Tage hat sie den kalten Internetentzug gewagt, keinen Browser mehr geöffnet, ihr iPhone ausgeschaltet und das alles in einem VLog festgehalten, den sie in der darauf folgenden Woche Tag für Tag hochgeladen hat.

Sätze, die ich 2012 nicht mehr hören möchte

Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Video so gut ankommt – danke an alle, die dieses Baby weiterempfohlen haben!

Was wollte ich mit diesem Video sagen? Die Diskussion und diese Situation geht mir auf die Nerven, ist es nicht mehr möglich einfach nur Filme zu machen und seine Zuschauer zu unterhalten? Muss man sich denn immer an Abos und Klicks etc. festbeißen?

Ich hoffe, ich werde nie so … Denn eigentlich will ich mit meinen Videos nur kreativ sein oder einfach nur erzählen und vorstellen, was mich momentan beschäftigt. Wenn es den Leuten gefällt gut, wenn nicht, auch in Ordnung. Ich glaube ohnehin nicht, dass ich zu dem Typ Mädchen gehöre, die einfach so durch „belanglose Videos“ im Internet bekannt wird. Selbst wenn ich wollte.

Naja, wenn mit diesem Video auch nur einer dabei ist, der wenigstens für kurze Zeit darüber nachdenkt, ob Klicks und Abos wirklich das wichtigste an dem Hobby ist, auch wenn man damit Geld verdient, dann hat sich der Aufwand gelohnt.